Einblick in den Kleiderlabel-Dschungel
- vor 8 Stunden
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Zugegebenermassen ist es gar nicht so einfach, ein faires und nachhaltiges Kleidungsstück herzustellen. Das hat uns auch schon Marc Joss von Switcher in seinem Referat an der GV 2026 mitgegeben. Als Hilfestellung beim Kauf können daher Labels dienen. Leider existiert aber eine Unzahl an verschiedenen Labels, wobei nicht alle für wirklich für griffige Massnahmen stehen. Insbesondere bei markeneigenen Labels lohnt es sich, genauer hinzuschauen - Stichwort Greenwashing. Zudem gilt es zu unterscheiden zwischen umfassenden Labels und solchen, die nur Teilbereiche abdecken.
Das alles soll uns aber alles nicht abschrecken, denn hier genauer hinzuschauen lohnt sich für Umwelt, Klima und für die Menschen hinter dem Produkt. Nachhaltig produzierte Textilien sind zudem meist hochwertiger und langlebiger als ihre Pendants aus dem Fast-Fashion-Bereich.
Fair Fashion = Nachhaltige Mode?
Eine umweltschonende, nachhaltige Produktion oder Bio-Baumwolle kein Garant sind für faire Arbeitsbedingungen - und umgekehrt. Beide Bereiche sind aber natürlich wichtig. Wir fokussieren in diesem Artikel vor allem auf die Umweltgütezeichen.
Vier vertrauenswürdige, umfassende Nachhaltigkeits-Labels
Greenpeace hat in seinem Label-Guide Berichten aus dem Jahr 2023 und 2026 diverse verbreitete Kleiderlabels verglichen und empfiehlt dabei vier als vertrauenswürdig und ganzheitlich. Die Labels besitzen über gute Kontrollmechanismen und machen auch einige Vorgaben zu fairen Arbeitsbedingungen. Sie können daher ein guter Ratgeber beim Kauf von neuer Kleidung sein.
Global Organic Textile Standard (GOTS) | IVN Best | Naturland Textilien | Oeko-Tex Made in Green |
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bekannt und weitverbreitet | basiert auf GOTS, ergänzt durch weitere Kriterien | Gütezeichen ist auch aus Lebensmittelbereich bekannt | Oeko-Tex vergibt auch noch weitere Labels |
Greenwashing
Es macht sich für den Verkauf zwar gut, wenn gewisse Kleidungsstücke mit schönen, grünen Labels geschmückt werden. Wenn dahinter aber keine klaren Ansprüche und funktionierende Prüfmechanismen stehen, wird damit leider in den wenigsten Fällen auch tatsächlich etwas verbessert. Greenpeace hat sich mit einem Report aus dem Jahr 2023 mit dem Thema Greenwashing befasst, wobei auch eine Auswahl von Nachhaltigkeitslabeln geprüft wurde. Zu betonen ist hierbei, dass neben vielen unzureichenden Labels COOP Naturaline und Vaude Green Shape als gute, vertrauenswürdige Labels eingestuft wurden.

Wo gibts nachhaltige Mode zu kaufen?
Neben den grossen Kleiderherstellern, die mittlerweile häufig ebenfalls nachhaltige Produkte anbieten (Labelcheck nicht vergessen, Stichwort Greenwashing!), gibt es auch viele Hersteller, die ihre gesamte Produktpalette möglichst fair und umweltverträglich versuchen zu gestalten.
Onlineshops gibts viele, aber wo gibts auf nachhaltige Mode spezialisierte Kleiderläden? Hier eine kleine Auswahl (weitere Läden können uns gerne gemeldet werden):
Fairdinand (Bremgarten)
Nikin TreeHouse (Aarau)
Changemaker (Baden, Zürich, Luzern,..)
Switcher (Rheinfelden, Winterthur)
Rrrevolve (Zürich, Bern, Basel)
Glore (Luzern)
Soziale Gütezeichen
Neben allen Labels, die nachhaltige Produkte kennzeichnen, gibt es natürlich auch solche, die faire Arbeitsbedingungen garantieren. Empfehlenswert ist hier zum Beispiel «Fair Wair». Dieses Label ist weit verbreitet und umfasst alle relevanten Produktionsschritte im Textilbereich. Zahlreiche bekannte Marken wie Mammut, Marc O'Polo oder Jack Wolfskin arbeiten mit der Fair Wair Foundation zusammen

Weiterführende Links und Unterlagen:
Liste aller Brands, die mit der Fair Wear Foundation zusammenarbeiten
WWF-Rating der Bekleidungs- und Textilindustrie
Utopia.de Bestenliste für nachhaltige Kleidermarken
Public Eye Artikel und Recherchen zum Thema Mode, u.a. zu den unsauberen Geschäftspraktiken von Shein und Inditex (Zara)





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